Zukunfts*archiv - Workshopleitung

In unserem Workshop wollen wir erforschen, wie kapitalistische Logiken in unser Tätigsein hineinwirken – sei es Tagesablauf, Lohn oder Kinderbetreuung – und wie uns feministische Theorien helfen können, diese Zusammenhänge zu verstehen und zu verändern.
Dabei starten wir mit unserem eigenen Alltag und malen auf, wie wir selbst in Arbeits- und Sorgebeziehungen eingebunden sind.
Im zweiten Schritt wollen wir unsere Erkenntnisse mit größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen verbinden: Welche Arbeit ist unsichtbar? Warum werden Tätigkeiten unterschiedlich bewertet und bezahlt? Was hat das mit Geschlecht zu tun? Und wer profitiert davon?
Dafür schauen wir uns feministische Modelle für gendergerechte (Um)verteilung von Arbeit an, von Haushalt, Sorge, Lohnarbeit bis Ehrenamt.
Im Austausch entwickeln wir zum Schluss konkrete Ideen, wie dies gelingen könnte – im Großen wie im Kleinen.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Offen für alle Geschlechter. Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.
Zugang nur mit Covid-19 Test.

Das Zukunfts*archiv ist ein interdisziplinäres Kollektiv, das sich mit der Gestaltung von Veränderungsprozessen auseinandersetzt, um zu einer queerfeministischen und sozial-ökologischen Gegenwart und Zukunft zu gelangen. Wir erkunden, gestalten und queerulieren Vorstellungen eines guten Lebens für alle. Wir suchen nach den utopischen Momenten in unserer Gegenwart, nach den Verschiebungen und Zwischenräumen, in denen sorgende, gerechte Lebensweisen ausgehandelt werden. Wachstums- und herrschaftskritisch fragen wir, welche Strukturen ihnen entgegenstehen. Dazu bewegen wir uns an Schnittstellen von Gestaltung, Kunst, Forschung und Politik. In diversen Formaten entwickeln sie gedankliche und physische Räume, in denen theoretische Auseinandersetzungen praktisch werden.

In our workshop we want to explore how capitalist logics affect our activities - be it daily routines, wages or childcare - and how feminist theories can help us understand and change these contexts.
We will start with our own everyday life and show how we ourselves are involved in work and care relationships.
In a second step, we want to connect our findings with larger social contexts: Which work is invisible? Why are jobs valued and paid differently? What does this have to do with gender? And who benefits from it?
For this purpose, we will look at feminist models for gender-just (re)distribution of work, from household, care, wage labour to voluntary work.
In an exchange round, we will finally develop concrete ideas on how this could be achieved - on a large and small scale.

No previous experience is necessary. Open to all genders. The workshop will be held in German.
Access only with Covid-19 test.

»Zukunfts*archiv« is an interdisciplinary collective that explores the design of transformation to arrive at a queerfeminist and socio-ecological present and future. We explore, shape and queerulate notions of a good life for all. We search for the utopian moments in our present, for the shifts and in-between spaces in which caring, just ways of living are negotiated. Critical of growth and domination, we ask which structures stand in their way.
To this end, we move at the interfaces of design, art, research and politics. In various formats, we develop mental and physical spaces in which theoretical debates become practical.