Sophia Kennedys Musik klingt manchmal wie der Soundtrack zu einer Welt, die am Faden der Erinnerungen hängt. Sie vereint den Glamour und den morbiden Charme von Tin Pan Alley Show Tunes aus den 1960er oder 70er Jahren und ist doch ganz und gar der dekonstruierten Moderne der Clubmusik verpflichtet. Die Songs können die Atmosphäre im Bruchteil einer Sekunde verändern, wie die letztjährige Single „Orange Tic Tac“ eindrucksvoll zeigt, die zwischen bedrohlichen, düsteren Trap-Beats und beruhigenden Crooner-Melodien wechselt. Ihr zweites Album Monsters, das am 7. Mai auf City Slang erscheint, ist voller Wendungen und Momente der Schönheit, die mit Paranoia durchsetzt sind. Der Titel selbst ist ein selbstironischer, comicartiger Kommentar zum Künstlerdasein, der versucht, seine eigenen Kreationen wie wild gewordene „Monster“ zu zähmen, aber auch eine Anspielung auf eine allgemein bedrohliche Spannung in der Welt. Monsters ist Popmusik am Rande des Ruins, aber es ist keine Lobeshymne, sondern eine Tear Down Party!

Sophia Kennedy - I Can See You (Official Video)
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Sophia Kennedy - I'm Looking Up (Official Video)