Die einen vergleichen sie mit einer Hexenjagd, die anderen nutzen sie, um patriarchale Machtstrukturen zu dekonstruieren: sowohl mediale als auch private Outcalls werden mitunter sogar in feministischen Kreisen scharf kritisert. Dabei ist das Outcalling von Täter:innen, die Gewalt ausüben, für Betroffene oftmals die einzige Möglichkeit, Abuser zur Rechenschaft zu ziehen, Konsequenzen zu fordern und weitere potenzielle Opfer zu schützen.

Der Workshop soll ein Raum für Betroffene von patriarchaler Gewalt sowie deren Allies sein, und einen konstruktiven, gemeinsamen Austausch ermöglichen. Er ist sowohl offen für Personen, die selbst tätig werden möchten, als auch diejenigen, die schon Erfahrungen mit Outcalls oder Betroffenenarbeit gemacht haben.

Lisa Jureczko ist freiberufliche Fotografin, Künstlerin, Autorin und Coach für Missbrauchsaufarbeitung. Ihre Arbeiten thematisieren die gravierenden Auswirkungen der Modeindustrie auf Mensch und Umwelt, soziale und politische Missstände sowie die gesamtgesellschaftlichen Ausprägungen und Folgen psychischer Gewalt. Ihre Tätigkeit ist dabei stets interdisziplinär und intersektional ausgelegt, und soll insbesondere der Entstigmatisierung dienen.

Geboren und aufgewachsen ist Lisa Jureczko in Düsseldorf. In Köln und Rom studierte sie Kunstgeschichte, Italienisch und Archäologie. 2014 wagte sie den Quereinstieg in die Mode- und Beautyfotografie. Seit 2020 hält sie zudem regelmäßig Vorträge über kollektiven Narzissmus und psychische Gewalt, und vereint als Abuse Awareness Coach ihr Fach- und Erfahrungswissen, um Betroffene, Angehörige, Allies sowie Unternehmen für Missbrauchsdynamiken zu sensibilisieren.

Ihr aktuelles Schaffen ist geprägt durch den Ansporn, künstlerische, wissenschaftliche und aktivistische Positionen miteinander zu vereinen.

Coaching Website: www.abuse-awareness.coach
(instagram: abuse.awareness.coach)