Hallo 2023! Das LOCH ist wieder offen! Programm von Dienstag bis Samstag

Mensch sammelt. Hat schon immer gesammelt. Viel, in Masse und Vielfalt.
Forschungsammlungen, zoologische Sammlungen, private Sammlungen, öffentliche Sammlungen. Sticker, Tassen, Knöpfe, Taschenbücher, Briefmarken, Spielzeugautos, echte Autos, Cocktailkleider, Puderdosen, Magazine, Kronkorken, Kasetten, Einmachgläser, Liebesbriefe, Porzelanhündchen, Röhrenfernseher, die kleinen Kügelchen aus Tintenpatronen, Fahrkarten und Kinotickets, Ü-Ei-Figuren, Pflanzen.
Von einer winzigen Perle über Antiquitäten bis zu einem Dinosaurierskelett, alles ist möglich.
Im Sammeln offenbart der Mensch sich und seine Leidenschaft unmittelbar. Nichts, für das das
menschliche Auge und vor allem das menschliche Herz sich nicht erwärmen könnte. Irgendjemand findet sich immer für ein jedes Irgendetwas.

Dieser großen kleinen Liebe, dem Würdigen, dem Zeug-ein-Zuhause-Geben, wollen wir eine Austellung widmen und der Sammelwut auf den Grund schauen.

Mit Philine Halstenbach und einer Schar weiterer begeisterter Sammler*innen.

Philine Halstenbach setzt sich in Rauminstallationen, Zeichnungen, Collagen und Fotografien mit ihrem Kopf und ihrem Alltag auseinander. Damit, wie Licht gespiegelt, reflektiert, durchgelassen werden kann. Mit Kaugummis auf dem Boden, die aussehen wie Enten. Mit schräger Ästhetik. Damit, dass das Leben in diesem speziellen Kopf manchmal anstrengend sein kann. Dinge, die vielleichtwertlos scheinen, werden aufgehoben, sie hört ihnen zu und wertschätzt auch winzigste unbedeutendste Existenzen. Alles wird gesammelt, notiert, in Schubladen, Kisten und Aktenordner einsortiert. Generell wird dem Betrachter immer viel erzählt. Durch die Arbeiten selbst, oder weil die Künstlerin performativ anwesend ist.

Humans collect. Have always collected. A lot, in mass and variety.
Research collections, zoological collections, private collections, public collections. Stickers, cups, buttons, paperbacks, stamps, toy cars, real cars, cocktail dresses, powder compacts, magazines, crown caps, cassettes, preserving jars, love letters, porcelain dogs, tube televisions, the little balls of ink cartridges, tickets and cinema tickets, Ü-egg figurines, plants.
From a tiny pearl to antiques to a dinosaur skeleton, anything is possible.
In collecting, people reveal themselves and their passion directly. Nothing for which the human eye and above all the human heart Someone can always be found for every something.

We want to dedicate an exhibition to this great little love, the worthy, the giving of stuff to a home, and get to the bottom of the collecting mania.

With Philine Halstenbach and a host of other enthusiastic collectors.

In spatial installations, drawings, collages and photographs, Philine Halstenbach deals with her head and her everyday life. With how light can be mirrored, reflected, transmitted. With chewing gum on the floor that looks like ducks. With weird aesthetics. With the fact that life in this particular head can sometimes be exhausting. Things that may seem worthless are picked up, she listens to them and values even the tiniest insignificant existences. Everything is collected, noted down, sorted into drawers, boxes and files. In general, the viewer is always told a lot. Through the works themselves, or because the artist is performatively present.

©Philine Halstenbach