Spielstättenprogrammprämie NRW 2025
Spielstättenprogrammprämien NRW 2025: LOCH erhält Auszeichnung von Kulturministerin Ina Brandes
Wuppertal, 12. Dezember 2025
Spielstättenprogrammprämien NRW 2025: LOCH erhält Auszeichnung von Kulturministerin Ina Brandes
Bei der Verleihung der Spielstättenprogrammprämien NRW am 10. Dezember 2025 im LOFT Köln wurde das LOCH mit einer Prämie in Höhe von 8.000 Euro ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird bereits zum 17. Mal vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und dem Landesmusikrat NRW vergeben. Moderiert wurde der Abend von Abhilash Arackal, der die kulturpolitische Bedeutung der Prämien hervorhob.
Die Präsidentin des Landesmusikrats NRW, Christine Siegert, würdigte die engagierte Arbeit freier Spielstätten, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen kuratorische Konzepte entwickeln, Nachwuchs fördern und experimentelle Projekte ermöglichen. Kulturministerin Ina Brandes betonte die zentrale Rolle unabhängiger Musikorte für die kulturelle Infrastruktur des Landes und kündigte an, das Gesamtfördervolumen 2026 auf 180.000 Euro zu erhöhen.
Das LOCH erhält die Spielstättenprogrammprämie NRW und wird mit 8.000 Euro ausgezeichnet!
In diesem Jahr wurden 21 Spielstätten ausgezeichnet. Neben dem LOCH erhielten unter anderem das domicil Dortmund (12.000 Euro), die Goldkante Bochum, die Werkstatt Gelsenkirchen und das zakk Düsseldorf (je 8.000 Euro) sowie weitere Spielstätten in NRW Prämien zwischen 5.000 und 6.000 Euro.
Eine Prämie in Höhe von 12.000 Euro erhält das Domicil (Dortmund), jeweils 8.000 Euro gehen an die Goldkante (Bochum), das Loch (Wuppertal), die Werkstatt (Gelsenkirchen) und das zakk (Düsseldorf). Das Artheater (Köln), der Bilker Bunker/Schleuse 2 (Düsseldorf), die Klangbrücke (Aachen), das Loft (Köln) und die Parzelle im Depot (Dortmund) erhalten eine Prämie von je 6.000 Euro. Je 5.000 Euro bekommen die Black Box im Cuba (Münster), der Bunker Ulmenwall (Bielefeld), das Dumont (Aachen), die Insel (Wuppertal), der Jazz Club Minden, der Jazzkeller Krefeld, die Jazz-Schmiede (Düsseldorf), das Katakomben Theater (Essen), das King Georg (Köln), der ORT (Wuppertal) und der Salon de Jazz (Köln).
Drei Auszeichnungen gehen nach Wuppertal: Neben dem LOCH wurden auch die Insel und der ORT für ihre herausragenden Programme prämiert.
Der Abend machte erneut deutlich, wie wichtig freie Musik- und Kulturorte für eine Stadtgesellschaft sind und unterstrich einmal mehr die gesellschaftliche Relevanz. Sie seien unverzichtbar, würden die Städte beleben und Gemeinschaft stiften. Zudem würden sie mit Leidenschaft, Ausdauer und Mut betrieben werden.
Da stehen wir nun – mit all dem Lob, mutiger denn je und trotzdem kommen wir nicht an den großen Herausforderungen vorbei, die auch an diesem Abend allgegenwärtig waren. Die Zukunft der Spielstätten ist durch kommunale Haushaltslagen weiterhin gefährdet. Kultur bleibt in vielen Kommunen eine „freiwillige Leistung“ und ist damit bei Sparmaßnahmen besonders bedroht. Und so stehen auch in Köln die strukturellen Herausforderungen im Spotlight und stellen das wesentliche, das herausragende Programm und die Wertschätzung, um die es eigentlich gehen sollte wiedermal in den Schatten.
Für die Kulturstadt Wuppertal stellt sich die Frage, ob aus dem Lob und dem vielfachen Potenzial, was von den Wuppertaler Spielstätten ausgeht, reale Handlungsfähigkeit für die freie Szene entstehen kann und worauf Wuppertal den Fokus, oder besser gesagt das Spotlight legt.
Das LOCH bedankt sich bei dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Landesmusikrat NRW, der Jury sowie allen Künstler*innen, Partner*innen und Besuchenden, die das LOCH zu einem lebendigen Kulturort machen.